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Jordanien – Mystische Vergangenheit und spektakuläre Naturschauplätze

Jordanien stand schon immer ganz oben auf meiner Bucket List Reisen, insbesondere wegen der Felsenstadt Petra, UNESCO-Welterbe und eines der 7 neuen Weltwunder. Das junge, dynamische Königreich Jordanien, ein arabischer Staat in Vorderasien, hat allerdings noch wesentlich mehr zu bieten. Es ist eine bunte Mischung aus aufstrebender Hauptstadt Amman, antiken Städten von unerwartet großem Ausmaß, Badestränden am Meer und unterschiedlichen Landschaften, die auf mich wirkten wie aus einer anderen Welt.

Jordanien Rundreise – Amman

Ich beginne die Rundreise in der Hauptstadt Amman, einst auf Wüstensand erbaut und heute eine perfekte Mischung aus Alt und Neu. Unbedingt sehen sollte man den Zitadellen-Hügel. Er zählt zu den ältesten dauerhaft besiedelten Orten der Welt und bietet einen traumhaften Ausblick über die ganze Stadt. Das römische Theater ist sehr gut erhalten und wirkt gigantisch. Von dort aus lässt sich ein Bummel durch die Stadt und den Basar gut zu Fuß starten.

In dieses bunte Treiben sollte man unbedingt eintauchen, um den Menschen und der Kultur näher zu kommen. Den Abend lasse ich im Kan Zamaan Restaurant ausklingen, die Küche ist hervorragend und die Einrichtung außergewöhnlich, gemütlich und sehr stilvoll. Niemals hätte ich von Jordanien erwartet, was sich abends in der Bar AURA im W Hotel Amman abspielt, wenn die Szene aus Einheimischen und Touristen sich trifft und die Nacht zum Tag werden lässt.

Die unzähligen historischen Ruinen rund um Amman halten nicht das, was sich der Reisende davon verspricht und ich würde sie wirklich nur empfehlen, wenn ausreichend Zeit für die Jordanien-Rundreise vorhanden ist. Dagegen ist Jerash, 50 km nördlich von Amman, ein Jordanien Highlight und es kann locker ein Tag dafür eingeplant werden. Das antike Gerasa gilt als weltweit besterhaltene römische Siedlung. Ausmaß und Spirit sind atemberaubend. Hier wird die Geschichte lebendig und die Atmosphäre sorgt für Gänsehaut. Es scheint, als ob die Stimmen der Vergangenheit noch da sind.

Nach so viel Kultur und unzähligen neuen Eindrücken tun ein paar Tage Totes Meer gut und sind auch absolut zu empfehlen. Es gibt sehr gute Spa Hotels in direkter Strandlage, wo ich es locker drei Tage aushalten kann. Die Haut ist nach dem täglichen Salzbad ein seidiger Traum und ich fühle mich wie neu geboren. Ich würde das Tote Meer auf jeden Fall dem Roten Meer vorziehen. Aqaba am Roten Meer wirkt auf mich wie erst entstanden und schon wieder gestorben. Vieles ist neu gebaut, aber nie fertig gestellt, leer und ungepflegt. Die Hotels sind fest in russischer Hand, die Strände im Vergleich zu Israel und Ägypten nicht wirklich schön und den Ort Aqaba muss man nicht gesehen haben.

Spätestens jetzt ist die Mystik des Landes zum ersten Mal eindeutig spürbar, denn ich bin auf dem Weg zum Wadi Rum. Felsformationen aus tieferen Erdschichten emporgeworfen vor Millionen von Jahren, eine Mischung aus Fels- und Sandwüste, die selbst die Canyons in der USA in den Schatten stellt. Ein unglaubliches Naturschauspiel bietet sich mir bei Sonnenaufgang und ebenso bei Sonnenuntergang, meine Augen entdecken Farben, die meinem Gehirn neu sind.  Eine Nacht im Wadi Rum Desert Night Camp und ich weiß, wie viele Sterne es tatsächlich gibt und wie sich Ruhe wirklich anfühlt. Kann es auf meiner Jordanien-Reise noch eine Steigerung geben?

Die vier Stunden vom Wadi Rum bis nach Petra verfliegen regelrecht vor Neugier. Kann die Felsenstadt Petra das bereits erlebte noch toppen? Der Sandstein, der violett, rot, rosa, gelb, beige und braun leuchtet, die tiefen Schluchten und Wadis sind schon sehr beeindruckend. Als ich aber das Schatzhaus (Al-Khazne) aus dem Dunkel der immer enger werdenden Schlucht erblicke, bleibt mir die Luft weg. Es scheint, als ob die Felsen den Weg nicht immer frei geben und sich dem einen oder anderen Besucher verschließen.

Welche grandiosen Architekten, Baumeister, Statiker und Handwerker haben sich da in einer Zeit vor Christus wahrlich verewigt und welche unsagbare Leistung haben sie vollbracht? Die 43 m hohe Fassade des Schatzhauses ist ein Meisterwerk, wovon ein Teil noch unter der Erde liegt. Weiter gehe ich vorbei an unzähligen Königsgräbern bis zum Herzen der Stadt, der Kolonnadenstrasse.  Von dort ist der Aufstieg über 788 Stufen zum Kloster (Ed-Deir) Pflicht, das Monument ist 40 m hoch und 47 m breit und verschlägt mir erneut den Atem, ebenso wie der Blick über das Wadi Araba bis nach Palästina. Bei der Besichtigung der Felsenstadt Petra sind zwei Dinge sehr von Vorteil: Zeit und gut zu Fuß! Ich empfehle zwei Nächte im Petra Guest House zu verbringen, es liegt direkt am Eingang von Petra und der Abend lässt sich in der Cave Bar extrem gut ausklingen. Es lohnt sich Petra sehr früh (https://bit.ly/2L8Kdfq) zu besichtigen, da täglich unzählige Besucher dieses Weltwunder erleben möchten.

Die Besichtigung von Petra ist zeitaufwendig und Muße gehört dazu, man muss die Szenen auf sich wirken lassen, den Spirit spüren und „ja“, Petra hat wirklich nochmal alles auf meiner Jordanien-Reise getoppt. Ich kann verstehen, wenn einige Seelen diesen Ort nie verlassen haben.

Ihre Bianka Straub

Sie haben Fragen zu Jordanien? Dann rufen Sie uns gerne unter Tel. 09221/8242-16 an oder schreiben Sie uns an reiseberater@asien-reiseprofi.de .

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