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Slow Travel – Reisen mit allen Sinnen

Slow Travel – entspannt und im Einklang reisen.

Heutzutage ist unser Alltag geprägt von Termindruck, Stress und Hektik. Leider setzt sich das auch oft im Urlaub fort. Obwohl wir hier doch eigentlich ausspannen und uns erholen sollten. Natürlich möchte man bei einer Reise ein Land kennenlernen. Um genau das zu verbinden gibt es eine sanfte Methode zu Reisen:

Slow Travel heißt der neue Trend, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

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„Reisen sollte mehr sein, als ein Land in möglichst kurzer Zeit zu erkunden.“

Es geht darum, die Destination bewusst und mit allen Sinnen wahrzunehmen. Auch einmal abseits der typischen Touristenpfade Land und Leute kennenzulernen. Aber auch, um den respektvollen Umgang mit den Einheimischen, der Tier- und Pflanzenwelt und der Kultur.

Das beginnt oft schon bei den kleinen Dingen. In Ruhe über einen Markt bummeln, ohne an jedem Stand den Fotoapparat zu zücken. Bei einem Bauern Obst und Gemüse kaufen, bei dem man die Frische wahrlich schmecken kann. Inmitten des Dschungels kurz inne zu halten und die Farben, Gerüche und Geräusche der Natur wahrzunehmen. Eine Kultur, einen Ort und seine Menschen stressfrei kennenzulernen und dabei bewusst auf die typischen Touristenattraktionen verzichten.

 

Beim Slow Travel geht es darum, intensiv, entspannt und bewusst zu reisen.
Den Anfang fand die Bewegung im Jahre 1980 in Italien. In Rom wurde damals gegen die Eröffnung der Filiale einer Fast-Food-Kette protestiert, um die regionale Küche und die lokale Landwirtschaft zu schützen.

 

Slow Travel auf Bali

Auch auf der wunderschönen Insel Bali geht der Trend verstärkt in diese Richtung. Auf der Insel der Götter hat man erkannt, dass es wertvoll ist, intensives und entspanntes Reisen im Einklang mit den Menschen, der Natur und der Kultur in den Fokus zu stellen.

Dabei kommt es auch darauf an, sich dem Rhythmus eines Landes und der Einheimischen anzupassen. In unserem von Terminen und Verpflichtungen geprägten Alltag fällt es uns oftmals schwer, abzuschalten und die kleinen aber doch so wichtigen Dinge im Leben wahrzunehmen. Beim Slow Travel soll uns genau das wieder nahe gebracht werden.

Slow Travel ist eigentlich eine eigene Denkweise. Es geht darum, sich Zeit zu nehmen um Orte, Menschen, Essen und Kultur in Ruhe zu erleben. Wieder ein bisschen zu sich selbst und zur inneren Ruhe und Ausgeglichenheit finden sind erholsame Nebeneffekte des Slow Travel.

Ein wichtiger Bestandteil ist auch Slow Food. Dabei geht es um drei miteinander verbundene Prinzipien: gut, sauber und fair.

Nepalesisches Mittagessen

Traditionelles Gerichte mit einheimischen Zutaten, Kräutern und Gewürzen sind Teil des Slow Travel

 

Die Prinzipien des Slow Travel

Gut, in Bezug auf die Qualität und Frische der Lebensmittel. Es wird Wert gelegt, auf schmackhafte und gesunde Nahrung. Einheimische Produkte, die auch aus der Region kommen, werden verwendet. Abgeschmeckt mit Kräutern und Gewürzen, um den Speisen ihren feinen Geschmack zu verleihen.

Sauber steht für die Art und Weise, wie die Lebensmittel hergestellt werden. Im Einklang mit der Natur und ohne der Umwelt dabei zu schaden. Auf lange Transportwege und Pestizide wird verzichtet. Dafür werden Tiere und Pflanzen liebevoll und verantwortungsbewusst gehegt und gepflegt.

Und alles läuft unter fairen Konditionen ab. Die Erzeuger erhalten eine angemessene Entlohnung für ihre Arbeit und haben dadurch die Möglichkeit sich und ihre Familien zu ernähren. Es gibt auch viele Projekte in der Slow Food-Bewegung, die die Ernährungssicherheit in den ärmsten Regionen der Welt gewährleisten sollen.

Die nachhaltige und traditionelle Küche soll auf Bali geschützt werden. Dafür setzen sich die Mitglieder von Slow Food Bali ein.

Vielleicht sollten wir bei unserer nächsten Reise unsere Handys und Tablets einfach mal zu Hause lassen, und uns ganz bewusst auf unsere Urlaubsregion einlassen. Einen Versuch wäre es sicherlich wert.

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