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Kenia mit allen Sinnen genießen

Ein packender Reisebericht von Annekatrin Bütterich & André Tauer über die unvergesslichen Eindrücke ihrer Kenia-Reise im März 2017!

Jambo Jambo! Hakuna matata! Und Asante sana!

Kaum in Mombasa/Kenia gelandet waren wir eingehüllt von all dem, was man nur aus Filmen oder Büchern erahnen kann. Und all dem, was Afrika ausmacht. Die Gerüche, die unzähligen Farben, die Flora und Fauna, das städtische Getümmel und Gewusel, die Landschaft auf der einen, das Meer auf der anderen Seite und diese vielen strahlenden herzlichen Menschen, die uns weißen Urlaubern zuwinkten, zuzwinkerten und „Jambo Jambo!“ riefen. Und das, obwohl die meisten unter ihnen wenig verdienen und unter armen Verhältnissen leben. Das finden wir immer noch sehr bewundernswert und lässt einen auch hin und wieder etwas nachdenklich stimmen!

Herzlich willkommen im Baobab Beach Resort & Spa

Vom Flughafen Mombasa wurden wir von unserem Fahrer in das zwei Stunden entfernte Baobab Beach Resort & Spa am Diani Beach gebracht. Dort wurden wir empfangen in einer offenen Eingangshalle mit Blick auf das Meer mit gekühlten, duftenden feuchten Tüchern, einem Begrüßungsdrink und einer uns so fremden Herzlichkeit, dass wir uns sofort wohlfühlten. Von der ersten Sekunde an waren wir begeistert. Nach einem schnellen Check-in wurden wir auch gleich in unseren Bungalow gebracht. Pro Bungalow sind vier Parteien untergebracht, was wir als nicht störend empfanden. In diesem Bungalow, welcher zwar einfach aber sauber war, waren wir dann für die nächsten zwei Tage einquartiert. Danach ging es auf Safari Tour.

Viel Abwechslung für jedermann

Die Anlage des Baobab Resorts ist wunderschön und sehr großräumig angelegt. Sehr liebevoll wird hier auf Details geachtet. Ob kleine Teiche, Blumenbeete in allen Farbvariationen, gemütliche Veranden von Bungalows oder die Frühstücks-, Mittags- und Abendbuffets mit Thementagen. Die Speisen waren zudem überaus schmackhaft und für das Auge wunderschön drapiert. Für jedermanns Gaumen war das Passende dabei. Die Nutzung des Spa und Fitnessbereichs wird zusätzlich berechnet, wobei dies nachvollziehbar und berechtigt ist, da hier beschulte Kräfte arbeiten und uns beispielsweise im Fitnessstudio sehr gut beraten und unterstützt haben. Zudem wird von einem Animationsteam sowohl Tages- als auch Abendprogramm angeboten, welches sehr angenehm und unaufdringlich ist. Von der erhöhten Anlage des Baobab Resorts mit seinen vielen verschiedenen kleinen Gebäuden, der großzügigen Gartenanlage, verschiedenen Speisesälen, Fitness- und Spabereichen, Poolanlagen inklusive Infinity-Pool sowie Bars genießt man als Urlauber/-in einen atemberaubenden Blick auf einen weißgold-leuchtenden Strand und das türkisblau-glitzernde Meer.

Schnorcheln an der Sandbank

Es war für uns der schönste Strand, den wir bisher besucht haben! Allerdings ist Vorsicht geboten!! Ohne Badeschuhe sollte man nicht in das flache Meer laufen, da es hier unzählige Seeigel, Muscheln, Seesterne usw. zu bestaunen gibt! Richtig schwimmen und schnorcheln kann man aber auf der gegenüberliegenden ca. 1,5 km entfernten Sandbank. Für kleines Geld wird man stilvoll zum Beispiel auf einem eigens von einem Beach Boy gebauten Holzboot inklusive angebrachtem Leinentuch als Segel „hinübergesetzt“ und zu der vereinbarten Zeit wieder abgeholt. Aus vielen Berichten ist herauszulesen, dass der Strand aufgrund der vielen Beach Boys nicht zu besuchen ist. Uns störte das allerdings überhaupt nicht. Wir kamen mit den Menschen gerne ins Gespräch, ließen uns Tipps geben und kauften selbstverständlich auch das ein oder andere Souvenir. Wir waren doch schließlich auch im Urlaub!!! Im Gegenteil – wir nahmen stets die uns entgegengebrachte Dankbarkeit und Freude wahr, was uns selbst gut tat!

Strand am Baobab Beach Resort

„Sea Safari“ mit Beach Boys am Fuß des Baobab Beach Resorts

Tsavo West Nationalpark

Nach zwei Tagen Akklimatisieren im Baobab Beach Resort & Spa wurden wir in den frühen Morgenstunden abgeholt und traten unsere Reise in den Tsavo West Nationalpark an. Unser Ziel, das Severin Safari Camp! Die Fahrt war lang und anstrengend und nicht so einfach, da man unterwegs viele arme, hart arbeitende Menschen in glühender Hitze sah. Auch das ist Afrika / Kenia und sollte für den Urlauber genauso dazugehören wie Hotel und Strand, um eine gewisse Sensibilität zu entwickeln.

Severin Safari Camp

Die sieben oder acht Stunden Fahrt in den Tsavo West und speziell in das Severin Safari Camp hatten sich mehr als gelohnt. Denn das, was uns dort erwartete, ist kaum in Worte zu fassen. Ein Camp ohne Zaun mit grasenden Antilopenherden direkt neben der Terrasse, auf welcher wir Frühstück, Mittag- sowie Abendessen einnahmen, Personal, welches einem jeden Wunsch von den Lippen ablas, Luxuszelte mitten im Busch, die man sich durch keine Beschreibung im Reisebüro oder im Internet so vorstellen kann, wie sie in Wirklichkeit sind, der Ausblick auf den Tsavo West Nationalpark – Natur pur so weit das Auge reicht – und wenn das Wetter passte, sah man sogar während des Frühstückens den Kilimandscharo aus dem benachbarten Tansania.

Pirschfahrten

Nach einem Morgen-Tee oder -Kaffee ging es um 6:15 Uhr auf die Morgen-Pirschfahrt inklusive Sonnenaufgang. Die Fahrer haben einen geschulten Blick und sind untereinander gut vernetzt, sodass sie sich gegenseitig Tipps gaben, wo die wilden Tiere (vor allem die Big Five) zu sichten sind. Diese Pirschfahrten sind sehr kurzweilig, überaus interessant und was Landschaft und Tierwelt angeht atemberaubend. Nach der Morgen-Pirsch stand das Frühstück inklusive frisch gebrühtem, weltbestem kenianischem Kaffee schon bereit. Bis zum Mittagessen stand dann die Zeit meist zur freien Verfügung (Pool, Spa oder auf der Veranda des Luxuszeltes mit Blick auf das gegenüberliegende Wasserloch). Die Abendpirschfahrt fand täglich von 16:30 bis maximal 19 Uhr statt.

Unser Tipp: Zelt Nummer 18

Wir können besonders unser Zelt Nummer 18 empfehlen, da es nach unserem Empfinden die beste Lage hat. Wenn wir abends im Bett lagen, das Gitternetz des Zeltes zwar geschlossen und die Plane nach oben gerollt, sahen wir Giraffen, Elefanten, Antilopen, Zebras und Gnus am 100 Meter entfernten Wasserloch trinken. An zwei Abenden spazierte sogar ein kleines Krokodil an unserer Veranda vorbei. Hier brauchte man allerdings keine Angst zu haben. Es befanden sich im Camp durchgehend drei bis vier Massai Krieger, die das Camp bewachten. Wenn man das Zelt verlassen wollte, musste man nur klingeln und ein Massai Krieger eilte herbei. Sobald es dunkel wurde, wurde man vom Zelt zum Restaurant und wieder zurückbegleitet.
In unserem bei TUI gebuchten Paket war eine Massage pro Person im Spa des Severin Safari Camps, ein Massai Walk (Spaziergang durch den Busch rund um das Camp mit einem Massai Krieger, welcher uns Tierspuren, Skelettteile, Kot, Pflanzen, etc. erklärte) sowie ein Busch Lunch (ein Mittagessen unter freiem Himmel im Busch) inklusive.

Ein Highlight der Reise

Ein ganz besonderes Highlight, welches unvergesslich bleiben wird, war der letzte Abend im Camp. Im Rahmen der letzten Pirschfahrt fuhren wir auf einen Berg gegenüber des mächtigen Kilimandscharos zum sog. „Sundowner“. Also wir dort ankamen, war bereits das Personal des Severin Safari Camps vor Ort und hatten Champagner, kleine Canapés, klassische Musik und Stühle bereitgestellt bzw. vorbereitet. Der Sonnenuntergang mit Blick auf den Kilimandscharo bei solch einem Ambiente ließen in mir Tränen des Glückes und der Dankbarkeit aufsteigen. Dieser Moment wird für immer in unserer Erinnerung bleiben, weil es das Schönste war, was wir je erlebt haben. Man fühlte sich wie bei König der Löwen auf dem Königsfelsen und sah die goldgelb-orange-rote Sonne am Horizont untergehen. Ringsherum nur Wälder, Wiesen und Tiere.

Wir kommen wieder

Nach vier Tagen und drei Nächten im Camp traten wir dann die Rückreise ins Baobab Beach Resort & Spa an und verbrachten dort noch weitere acht Tage, an welchen wir noch kleinere Ausflüge auf eigene Faust unternahmen. Übrigens erhielten wir auf Nachfrage hin einen Bungalow mit Meerblick.

Es war der perfekte Urlaub als Einstieg für Afrika, den wir zu 100 % weiterempfehlen können. Für unsere nächsten Afrika-Urlaube werden wir mehr Safari und weniger Strandurlaub buchen.

Hakuna matata & Asante sana!

Annekatrin Bütterich & André Tauer

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